Nachtwäsche an
Der Schlafanzug ist nicht nur ein Wechsel der Kleidung. Er sagt dem Körper, dass das Rennen vorbei ist und die Ruhe beginnt. Dieser Übergang braucht ein paar Minuten, keine drei Sekunden. Die Bildkarten unten helfen, den Abend im richtigen Tempo herunterzufahren.
♀Zieht Schlafanzug an
Eine Person zieht einen gestreiften Pullover an.
Über diese Bildkarten
Nachtwäsche ist eine der wenigen täglichen Aktivitäten, bei denen es darum geht, an Tempo zu verlieren. Der Stoff ist weicher, der Ärmel sitzt locker, die Hose hat keinen Knopf – alles ist darauf ausgelegt, dass der Körper loslassen darf. Genau deshalb funktioniert der Wechsel selten, wenn er durchgehetzt wird. Wenn ein Kind aus dem Spiel gerissen und in den Schlafanzug gesteckt wird, dauert der Übergang in den Abendmodus deutlich länger, als wenn der Wechsel ein paar Minuten zum Atmen bekommt.
Bildkarten dehnen diesen Moment, ohne die Routine zu dehnen. Oberteil aus, Hose aus, Pyjamaoberteil an, Pyjamahose an – kleine Schritte im Tempo des Kindes, während du ruhig daneben sitzen kannst. Viele Kinder zählen die Schritte still mit, sobald sie sie sehen, und das Zählen selbst gehört zum Herunterfahren.
Ein konkreter Tipp: Leg den Schlafanzug schon beim Beginn des Zähneputzens aufs Bett, damit er bereitliegt, wenn der Moment kommt. Er soll nicht mitten in der Ruhe aus einer Schublade geholt werden. In Routined lässt sich eine ganze Abendroutine mit der Nachtwäsche als einem Schritt bauen, die ersten 14 Tage kostenfrei zum Ausprobieren.