Autofahrt
Die Frage kommt fast immer am selben Punkt: wie lange noch? Für das Kind ist die Autofahrt eine geschlossene Kabine ohne sichtbare Stationen, und Übelkeit ist da, bevor sie benannt werden kann. Die Bilder unten zerlegen die Strecke in sichtbare Abschnitte.
♀Mädchen fährt Auto
Ein Mädchen sitzt hinter dem Lenkrad eines blauen Autos und fährt.
♀Mädchen fährt Auto
Ein Mädchen sitzt hinter dem Lenkrad eines roten Autos und fährt.
Über diese Bildkarten
Das Schwierige an einer Autofahrt ist nicht die Länge – es ist, dass sie unsichtbar ist. Kein Bahnhof zieht vorbei, kein Zug wechselt das Gleis, kein klarer Punkt sagt, wie viel noch übrig ist. Das Kind sitzt angeschnallt, sieht denselben Asphalt und fängt nach etwa einer Viertelstunde an zu fragen. Gleichzeitig kann sich Übelkeit leise aufbauen und wird oft erst bemerkt, wenn es schon zu spät ist.
Bildkarten für die Autofahrt geben etwas zum Anschauen, das tatsächlich nach vorne läuft. Legt die Strecke als drei oder vier Teile an: zu Hause, Hälfte, letztes Stück, angekommen. Verknüpft das Hälfte-Bild mit etwas Konkretem – einer Tankstelle, an der ihr immer vorbeifahrt, einer Brücke, einem Schild. So wird die Zeitfrage beantwortet, bevor sie gestellt wird. Gegen Übelkeit lässt sich ein Bild von Wasser und eines vom Blick zum Horizont früh einsetzen, bevor das Unwohlsein da ist.
Ein konkreter Tipp: bewahrt eine kleine Tüte mit trockenen Keksen oder Apfelstücken im Auto auf, mit einer eigenen Bildkarte, auf die das Kind selbst zeigen kann. In der Routined-App lässt sich die Fahrt als kurze visuelle Zeitleiste mit Markern entlang der Strecke aufbauen.