Bildschirmzeit beim Abendessen
Das Abendessen ist oft der einzige gemeinsame Moment der Familie am Tag, doch ein Bildschirm am Tisch zieht Blick und Gedanken des Kindes woanders hin. Das Essen wird verzehrt, ohne dass jemand wirklich da war. Die Bildkarten unten zeigen, wie der Bildschirm einen Platz außerhalb der Mahlzeit bekommt.
♀Mädchen isst mit Tablet
Ein Mädchen isst mit Messer und Gabel aus einer Schüssel, während ein Tablet einen fröhlichen Smiley zeigt.
Über diese Bildkarten
Der Unterschied zwischen gemeinsam essen und nur im selben Raum essen ist oft ein Bildschirm. Liegt er neben dem Teller, hört das Kind das halbe Gespräch, antwortet im Vorbeigehen und verpasst das kleine Reden über den Tag, für das die Mahlzeit eigentlich da ist. Nicht die Technik ist das Problem, sondern dass die Anwesenheit genau dann verschwindet, wenn die Familie eine Chance hat, sich zu treffen.
Bildkarten helfen, indem sie die Entscheidung aus dem Moment herausnehmen. Zeigt ein Bild, dass der Bildschirm vor dem Essen in einen Korb kommt, und ein anderes, dass er danach wieder geholt wird, werden die Regeln zu etwas vorab Vereinbartem statt zu einem Kampf mitten beim Abendessen. Das Kind sieht, dass der Bildschirm nicht für immer weg ist, nur pausiert, und das macht die Pause leichter annehmbar.
Ein konkreter Tipp ist, ein Bild für das stehen zu lassen, was stattdessen am Tisch passiert: jeder erzählt eine Sache vom Tag, oder ihr wählt abwechselnd das Dessert für morgen. So füllt sich der Platz, den der Bildschirm lässt, mit etwas, bei dem das Kind wirklich dabei sein will. In der App Routined kannst du das Abendessen als kleine Abfolge anlegen, in der Bildschirm-weg zuerst kommt und das Gespräch ein eigenes Bild bekommt.