Füttern
Jemand anderen zu füttern hat mehr mit Warten als mit Geben zu tun. Die Bildkarten unten helfen dem Kind, ein Tempo zu halten, das dem Essenden folgt, statt selbst schnell fertig werden zu wollen.
♀Baby füttern
Eine erwachsene Person füttert ein Baby mit einer Flasche.
Über diese Bildkarten
Erwachsene bemerken die kleinen Ablesungen beim Füttern kaum: Die Brust hebt sich, der Mund öffnet sich, der Blick sucht, der Kopf dreht sich weg. Ein Kind, das ein Baby oder ein jüngeres Geschwisterchen füttert, sieht meist nur den Löffel oder das Fläschchen in der eigenen Hand und die Frage, ob es schon leer ist. Der Winkel hier ist genau diese Geduld, das Tempo eines anderen bestimmen zu lassen.
Die Bildkarten ordnen das Füttern als Reihe kurzer Entscheidungen statt als eine lange Aufgabe: schauen, anbieten, warten, hören, erneut anbieten. Wenn jede Entscheidung ihr eigenes Bild hat, ist eine Pause kein Versagen mehr, sondern Teil des Fütterns. Das Kind lernt, dass Warten ein Tun ist, kein Stillstehen.
Praktischer Tipp: Macht eine sanfte Regel, dass Löffel oder Fläschchen zwischen jedem Bissen ganz abgesenkt und auf Teller oder Tisch gelegt werden. Diese kleine Bewegung erzwingt eine Mikropause, in der die gefütterte Person Zeit zum Schlucken und Signalisieren hat. Wer das Füttern mit ruhiger Musik und einem leisen Timer verbinden möchte, kann Routined 14 Tage testen.