Karten und Abendessen
Der Teller ist voll, aber der Stuhl unruhig: ohne etwas Zusätzliches zum Festhalten wird das Abendessen zu langem Warten aufs Aufstehen. Hier wirkt das Spiel als Motor und die Bildkarten unten als Karte, wann gespielt und wann gekaut wird.
♀Karten beim Abendessen
Ein lächelndes Mädchen mit voluminösem lockigem Haar hält in einer Hand Spielkarten und in der anderen eine Gabel, vor sich ein Teller mit Gemüse und Fleischbällchen.
Über diese Bildkarten
Viele Kinder können nicht stillsitzen, nur weil ein Teller vor ihnen steht. Das Essen ist oft nicht der spannende Teil, die Runde sitzt verstreut, Geschwister sind vielleicht schon weg, und der Stuhl wird schnell zu einem Ort, von dem man wegmöchte. Die Aufforderung sitzenzubleiben reicht allein nicht – es braucht etwas, wofür man bleibt. Ein Kartenspiel zwischen den Bissen kann genau das sein.
Die Bildkarten verhindern, dass Spiel und Essen kollidieren. Wenn die Karten sagen: austeilen, etwas essen, auf den Gegenspieler warten, etwas essen, Zug wechseln, helfen sie deinem Kind, den Teller nicht aufzugeben, nur weil das Spiel lebendiger wirkt. Die Motivation kommt von außen, der Rahmen hält sie an Ort und Stelle.
Ein konkreter Tipp: wähl ein kurzes Spiel, bei dem eine Hand nur ein paar Minuten dauert, so dass das natürliche Ende mit dem leeren Teller zusammenfällt. Möchtest du die ganze Abendroutine mit Essen und Spiel in einer Sequenz haben, kannst du sie in Routined zusammenbauen und dein Kind jeden Teil abhaken lassen, sobald er erledigt ist.