Autofahrt nach Hause
Angeschnallt im Sitz kann ein Kind nicht sehen, wie weit es noch ist, und es gibt keinen Knopf, um die Fahrt schneller zu machen. Diese Ohnmacht ist das Schwere. Die Schritte direkt darunter geben etwas zum Mitverfolgen, während die Kilometer schrumpfen.
♀Mit dem Auto nach Hause
Ein Mädchen winkt aus einem Auto, ein Pfeil zeigt auf ein Haus.
Über diese Bildkarten
Die ganze Fahrt wird von jemand anderem gesteuert. Ein Elternteil fährt, der Verkehr gibt das Tempo vor, und die roten Ampeln kommen, wann sie kommen. Das Kind hinten hat weder Lenkrad noch Karte, und ohne zu wissen, wie weit es noch ist, können sich zehn Minuten genauso lang anfühlen wie eine Stunde.
Mit einer Bilderreihe, die die Orientierungspunkte am Weg zeigt, etwa die große Straße, den Kreisverkehr, den Laden und schließlich unsere Straße, bekommt die Fahrt einen sichtbaren Anfang und ein sichtbares Ende. Das Kind kann zeigen, wo ihr seid, und sehen, wie die Bilder zur Neige gehen, sodass das Warten etwas Konkretes zum Herunterzählen wird statt einer offenen, formlosen Strecke. Ein kleines Stück Kontrolle kehrt zurück, nicht über das Auto, aber über das Verständnis der Fahrt.
Ein Kniff, der im Auto funktioniert: Lass das Kind die Bildkarten halten und jedes Mal eine umdrehen, wenn ihr an einem bekannten Ort vorbeikommt, so wird das Herunterzählen zur Aufgabe für die Hände. Möchtest du die Strecke zu Hause vorbereiten, bevor ihr losfahrt, kannst du in der Routined-App die Orientierungspunkte als Bilder anlegen und sie auf dem Bildschirm mitnehmen.