Computer spielen
Das Anfangen ist leicht, das Aufhoeren ist schwer. Das Gehirn bekommt schnelle Belohnungen und laesst nicht los, wenn der Bildschirm aus soll. Die Bildkarten unten machen den Ausstieg vorhersehbar statt ploetzlich.
♂Computer spielen
Ein glücklicher Junge sitzt an einem Computer und spielt.
Über diese Bildkarten
Computerspiele sind darauf gebaut, Aufmerksamkeit zu halten. Jede Runde, jedes Level, jeder kleine Soundeffekt ist eine Mikrobelohnung, von der das Gehirn gern noch eine moechte. Genau deshalb ist das Aufhoeren so schwer. Wenn du noch fuenf Minuten sagst, ist nicht das Timing das Problem, sondern dass das Gehirn schon in der naechsten Belohnung steckt und nicht sehen kann, was fuenf Minuten bedeuten.
Bildkarten rund um die Bildschirmzeit loesen nicht alles, aber sie machen das Ende lange vorher sichtbar. Einloggen, Spiel waehlen, spielen, letzte Runde, speichern, ausschalten, naechstes machen. Dieses letzte Bild, naechstes machen, ist das wichtigste. Es gibt dem Gehirn ein Ziel zum Hinsteuern, nicht nur ein Stoppschild.
Ein Tipp, der vielen Familien hilft: lass das Kind selbst die Karte letzte Runde verschieben, sobald diese Runde beginnt. Den Beginn des Endes physisch zu besitzen, senkt den Widerstand deutlich. In der Routined-App koppelst du einen Timer an letzte Runde, sodass Bildschirm und Karte dasselbe ueber das sagen, was als Naechstes kommt.