Eltern anrufen

#telefon#sprechen#kommunikation#familie#anrufen

Den Hörer in die Hand zu nehmen, wenn die Unsicherheit schon da ist, kann der schwerste Moment des ganzen Gesprächs sein, genau die erste Sekunde, in der die Leere am größten ist. Die Bildkarten unten zerlegen den Start in so kleine Schritte, dass die erste Bewegung tatsächlich möglich wird.

Ein Junge spricht in ein Smartphone mit einer Sprechblase, die zwei abstrakte Personen zeigt, was darauf hindeutet, dass er einen Elternteil anruft.

Junge ruft Eltern an

Ein Junge spricht in ein Smartphone mit einer Sprechblase, die zwei abstrakte Personen zeigt, was darauf hindeutet, dass er einen Elternteil anruft.

Ein Junge hält ein Smartphone ans Ohr mit einer Denkblase, die eine männliche und eine weibliche Figur zeigt, was darauf hindeutet, dass er seine Eltern anruft.

Junge ruft Eltern an

Ein Junge hält ein Smartphone ans Ohr mit einer Denkblase, die eine männliche und eine weibliche Figur zeigt, was darauf hindeutet, dass er seine Eltern anruft.

Ein Junge spricht in ein Smartphone mit einer Sprechblase, die eine weibliche Figur mit einem Herz zeigt, was darauf hindeutet, dass er seine Mutter anruft.

Junge ruft Mutter an

Ein Junge spricht in ein Smartphone mit einer Sprechblase, die eine weibliche Figur mit einem Herz zeigt, was darauf hindeutet, dass er seine Mutter anruft.

Eine Strichzeichnung eines Jungen, der in ein Smartphone spricht und mit der freien Hand gestikuliert, mit einer unscharfen weiblichen Figur im Hintergrund, die den angerufenen Elternteil darstellt.

Junge ruft Eltern an

Eine Strichzeichnung eines Jungen, der in ein Smartphone spricht und mit der freien Hand gestikuliert, mit einer unscharfen weiblichen Figur im Hintergrund, die den angerufenen Elternteil darstellt.

Über diese Bildkarten

Nicht das Reden ist das Schwerste, sondern oft der Moment kurz davor. Der Gedanke springt zwischen was sage ich zuerst, was, wenn die Person gerade beschäftigt ist, was, wenn ich nach dem Hallo den Faden verliere, und nirgendwo im Raum gibt es ein sichtbares Signal, das sagt, jetzt geht es los. Die Initiierung wird zur eigentlichen Schwelle, und ohne Hilfe bleibt eine schlichte Aufgabe wie einen Elternteil anrufen stundenlang offen.

Bildkarten lösen das, indem sie diese Schwelle in sehr kleine Teile zerlegen. Erste Karte: Hörer in die Hand. Zweite: Kontakt suchen. Dritte: grüne Taste drücken. Vierte: Hallo sagen und den eigenen Namen. Wenn jede winzige Handlung ihr eigenes Bild hat, ist es kein riesiger Sprung mehr, sondern mehrere kurze Sprünge, von denen jeder machbar ist. Das Bild übernimmt zusätzlich die Aufgabe, sich die Reihenfolge zu merken, sodass das Gehirn nicht zugleich planen und ausführen muss.

Ein konkreter Tipp: Häng die Karten in der richtigen Reihenfolge an die Kühlschranktür oder eine Pinnwand nahe dem Ort, von dem aus angerufen wird. Spürt das Kind, dass es Zeit ist, wird die Bewegung körperlich — hingehen und beginnen — und die erste Karte ist schon zu sehen, sodass die Initiierung passiert, bevor der Zweifel sie einholt. In der Routined-App können dieselben Schritte als kurze Routine auf dem Sperrbildschirm liegen, damit die Hilfe auch mitkommt, wenn der Anruf aus dem Wohnzimmer der Großmutter heraus passiert.