Lied
Vertraute Lieder haben ein Tempo, dem ein Kind schon traut. Eine neue Melodie kann das Gegenteil bewirken, wenn sie ohne Vorwarnung auftaucht. Die Bildkarten unten lassen die Singzeit ihre verlässliche Form behalten.
♀Lied
Illustration von Musiknoten, Schallwellen und Lippen, die Gesang darstellen.
Über diese Bildkarten
Wiederholung ist in der Singzeit keine Langeweile, sondern der eigentliche Sinn. Ein Kinderlied, das hundertmal gesungen wurde, ist zu einem Ort geworden, an dem das Kind weiß, was kommt, mit den Phrasen atmet und die Tonhöhe im Refrain vorhersieht. Wenn mitten in diesen Ort eine völlig neue Melodie gesetzt wird, kann das aufdringlich wirken, auch wenn die Erwachsenenwelt Abwechslung für eine Tugend hält.
Mit einer Reihe Liedkarten wird die Reihenfolge verhandelbar. Legt die Karten für die Lieder aus, die ihr meistens singt, und lasst das Kind die Reihenfolge wählen. Soll eine neue Melodie dazukommen, kann sie ans Ende oder einfach als Option, sodass sie auftaucht, ohne Vertrautes zu verdrängen. Das Bild gibt dem Kind die Chance, das Lied kommen zu sehen, und das senkt die Schwelle weit mehr als ein laut gesprochener Titel.
Ein konkreter Tipp für die Singzeit: koppelt jede Karte an eine kleine Geste – die winkende Hand für das Hallo-Lied, die schlafende Katze für das Schlaflied. Die kleine Bewegung wird zur Brücke zwischen Bild und Melodie. In Routined könnt ihr euer eigenes Repertoire als wiederkehrende Routine speichern, damit die vertraute Reihenfolge jedes Mal da ist.