Mußezeit
Mußezeit klingt verlockend, bis ein Kind mitten im Zimmer steht und nicht weiß, was es eigentlich tun soll. Die Bildkarten unten füllen das leere Zeitfenster mit kleinen, wählbaren Beschäftigungen.
♂Junge spielt
Ein Comic-Junge springt fröhlich, hält einen Ball in einer Hand und ein Spielzeugauto in der anderen. Ein Stern und ein Würfel schweben um ihn herum.
Über diese Bildkarten
Wenige Worte führen so in die Irre wie Mußezeit. Der Ausdruck verspricht etwas Schönes, sagt aber nichts darüber, was passieren soll. Für ein Kind, das konkrete Rahmen braucht, fühlt sich eine offene halbe Stunde eher nach Leere als nach Freiheit an, und Leere landet oft in Langeweile, Quengeln oder Bildschirm.
Eine Bildermenü löst das, ohne die Wahlfreiheit zu schließen. Wenn das Kind vier oder fünf Optionen sieht – basteln, Höhle bauen, Bauklötze, Musik hören, malen – wird aus dem abstrakten Zeitblock ein konkretes Regal zum Pflücken. Die sichtbaren Optionen senken zudem die Hürde anzufangen, weil das Kind sich nicht selbst etwas ausdenken muss.
Ein konkreter Tipp: Tausche die Karten wöchentlich aus, damit sie nicht zur Tapete werden. Sechs oder sieben Bilder auf einmal reichen, gern mit einer ganz neuen Beschäftigung unter den vertrauten. Die Routined-App verbindet Bildermenü und einen sanften Timer 14 Tage lang zum Ausprobieren.