Reisen
Auf einer Reise tauscht sich fast alles gleichzeitig aus: Bett, Geruch, Geräusche und Uhrzeiten. Dann wird der eigene Tagesplan das Stabilste im Koffer. Die Bildkarten unten halten die Struktur, auch wenn der Ort wechselt.
♀Frau reist und zeigt
Eine Frau mit Rucksack und Koffer, die nach vorne zeigt. Ein Flugzeug und ein Globus sind im Hintergrund sichtbar.
♀Person geht mit Gepäck
Eine Person geht mit einem Rollkoffer und einem Rucksack. Ein großer Globus und ein Flugzeug sind im Hintergrund.
Über diese Bildkarten
Eine Reise ist ein Stapel unbekannter Schichten übereinander. Der Geruch eines Hotelflurs ist nicht der Geruch zu Hause. Die Frühstückszeiten passen nicht zum Wochentagsrhythmus. Die Toilette ist nicht die gewohnte, und die Geräusche am Fenster sind nachts neu. Das Kind muss diese Unterschiede nicht aufzählen, damit sie wirken – der Körper registriert sie ohnehin, und das Ergebnis zeigt sich oft erst Stunden später als Müdigkeit oder Widerstand.
Visuelle Unterstützung auf der Reise geht weniger ums Verkehrsmittel als ums Halten einer wiedererkennbaren Tagesform, wenn die Umgebung wechselt. Eine Sequenz aus Packen am Morgen, dem nächsten Verkehrsmittel, Ankunft, wo das Bett steht und der Abendroutine am neuen Ort gibt dem Kind Aufhängepunkte für den Tag. Die Reise ist dann kein einziges langes Fragezeichen mehr, sondern eine Reihe besuchbarer Stationen.
Ein konkreter Tipp: Nimm Fotokarten der gewohnten Orte zuhause mit – das eigene Bett, das Bad, der Frühstückstisch – damit das Kind sie neben den neuen Platz halten kann. So ordnet das Gehirn das Fremde ein, ohne das Zuhause zu löschen. In Routined kannst du eine Reisetag-Sequenz im Voraus bauen, dann liegt sie in der Tasche, sobald das Kind fragt, was als Nächstes kommt.