Abwaschen
Abwaschen ist eine der wenigen Aufgaben ohne sichtbares Ziel. Der Stapel wird kleiner, doch die Hände bleiben nass, warm und fettig. Die Bildkarten unten zeigen, dass auch eine offene Aufgabe feste Teilschritte hat.
♀Frau wäscht Geschirr
Illustration einer Frau mit lockigem Haar, die einen Teller in einem Spülbecken mit Schaum abwäscht, mit sauberen Tellern links von ihr und schmutzigen Tellern rechts von ihr.
Über diese Bildkarten
Fett an den Fingern, Essensreste, die im Wasser hochkommen, der Geruch, der im Spülschaum hängen bleibt. Viele Kinder hängen nicht am Abwaschen selbst fest, sondern an dem sinnlichen Eindruck, weitermachen zu müssen, bis alles fertig ist. Da das Ziel kaum sichtbar ist, will man nach dem dritten Teller aufhören.
Die Bildkarten geben dem Blick etwas, woran er sich halten kann, statt zu zählen, wie viele Teller noch übrig sind. Abkratzen, einweichen, einseifen, abspülen, abtropfen lassen, jeder Schritt eine eigene Karte. Die Folge wiederholt sich, bis die Spüle leer ist, und gerade diese Wiederholung wird zum sichtbaren Rhythmus, der das fehlende Ziel ersetzt.
Ein konkreter Tipp: vor dem Start in zwei Stapel teilen, Gläser auf die eine Seite, Teller auf die andere. So wird jeder Stapel zu einem Teilerfolg mit klarem Ende. In der Routined-App lässt sich die Abwaschfolge speichern und pro Schritt ein Timer einstellen, damit auch das undankbare Abspülen eine klare Grenze bekommt.