Sachen wegräumen

#aufräumen#putzen#organisieren#wegräumen#ordnen

Sachen wegräumen heißt alles und nichts. Ohne klare Grenzen für was, wo und wann fertig hat das Gehirn nichts zum Festhalten. Die Bildkarten hier unten geben der Aufgabe Ränder, damit der erste Schritt machbar wird.

Eine Zeichnung eines Jungen, der kniet und bunte Gegenstände in eine graue Kiste räumt.

Junge räumt auf

Eine Zeichnung eines Jungen, der kniet und bunte Gegenstände in eine graue Kiste räumt.

Über diese Bildkarten

Sachen wegräumen ist einer der sabotagefreundlichsten Ausdrücke im Haushalt. Ein Kind hört räum da mal auf, und sofort kommen die Fragen: welche Sachen, wie viele, in welche Richtung, wann darf ich fertig sagen? Ohne Antwort wartet das Gehirn, und Warten sieht aus wie Unlust. Es geht nicht ums Nichtwollen, es geht darum, dass keine Form da ist, in der man anfangen kann.

Bildkarten geben der Aufgabe Ränder, indem sie die Worte in etwas Zählbares übersetzen. Eine Karte kann fünf Dinge zum Bewegen zeigen, eine andere eine Fläche, die leer werden soll, eine dritte markieren, dass die Aufgabe endet, wenn der Korb voll ist. Plötzlich gibt es einen Anfang, eine Mitte und ein Ende, genau das, was der vagen Formulierung fehlte. Kinder mit ADHS reagieren oft besonders stark auf diese Randlosigkeit.

Ein konkreter Tipp: Tausch den Satz räum auf gegen eine Zahl oder eine Fläche. Zehn Sachen. Dieser Teppich. Der Tisch. Die Konkretheit allein erledigt die halbe Arbeit. In Routined kannst du die Routine als Abhakliste anlegen, in der jede Karte abgehakt wird, sodass der Schluss keine Meinung mehr ist, sondern ein fertiges Bild.