Brille herunterbringen
Eine Brille an Nase und Ohren fühlt sich ungewohnt an, und da sie nicht auffällt, bleibt sie leicht liegen. Zwei Dinge stoßen zusammen: ein neues Gefühl im Gesicht und nichts, das im Moment erinnert. Die Schritte unten halten beides zusammen.
♀Die Brille aufsetzen
Ein lächelndes Mädchen rückt mit beiden Händen seine Brille zurecht.
Über diese Bildkarten
Das Seltsame an einer Brille ist, dass sie sich zugleich nach zu viel und zu wenig anfühlt. Auf dem Nasenrücken und hinter den Ohren sitzt sie in den ersten Wochen ungewohnt und fordert Aufmerksamkeit, dabei wiegt sie fast nichts und piept nicht, sodass nichts meldet, dass sie auf dem Nachttisch liegen blieb, wenn die Gedanken abschweifen. Zwei Kräfte ziehen gleichzeitig in verschiedene Richtungen.
Deshalb hilft Bildunterstützung am besten, wenn sie Gefühl und Gedächtnis verbindet. Ein Bild, das zeigt, wo die Brille liegt, eines, das zeigt, wie sie ruhig mit beiden Händen aufgesetzt wird, macht aus der Handlung eine kleine Gewohnheit statt etwas, an das man zufällig denkt. Die Schritte vorab zu sehen nimmt zudem dem Ungewohnten die Schärfe, denn das Kind weiß, was mit dem Gesicht geschehen wird.
Ein konkreter Tipp: Verbinde die Brille mit einem festen Ort und einem festen Moment, etwa gleich nach dem Frühstück am selben Regal. Das Aufsetzen knüpft dann an etwas an, das das Kind ohnehin tut, nicht an das Erinnern aus dem Nichts. In der Routined-App kannst du die Brille als wiederkehrenden Schritt hinzufügen und mit einem bereits eingeübten Moment koppeln.