Sonnencreme
Die Creme ist kalt, klebrig und kommt meist genau dann, wenn das Kind hinausstürmen möchte. Die Bildkarten unten zerlegen das Eincremen in klare Momente, damit das Gefühl einen Anfang, eine Mitte und ein Ende bekommt, bevor Sonne und Spiel beginnen.
♂Sonnencreme in die Hand pumpen
Eine blaue Pumpflasche mit fröhlichem Sonnensymbol pumpt einen Klecks weiße Sonnencreme in eine geöffnete Hand.
Über diese Bildkarten
Sonnencreme ist für das Kind keine reine Hautangelegenheit, sie ist ein sensorisches Ereignis. Ein kalter Klecks in der Handfläche, ein klebriger Kontakt an der Wange, ein kurzer Moment, in dem sich alles seltsam anfühlt, bevor es vorbeigeht. Und das passiert immer dann, wenn die Spiellust auf dem Höhepunkt ist und die Sonne einladend durch die Tür scheint.
Bildkarten helfen, indem sie diese Sekunden vorhersehbar machen. Wenn das Bild einen kalten Klecks zeigt, dann sanftes Verreiben, dann trockene Haut, weiß das Kind, dass der unangenehme Teil ein Ende hat. Es fällt leichter, zehn Sekunden still zu stehen, wenn der Körper weiß, dass zehn Sekunden die ganze Sache sind und nicht ein offenes Gefühl ohne klaren Schluss.
Ein konkreter Tipp, der oft funktioniert: Wärme die Creme zuerst zwischen deinen eigenen Händen an und sage den Körperteil an, der als Nächstes kommt, bevor du ihn berührst. So wird das Kind nicht von kaltem Haut-auf-Haut-Kontakt überrascht. Für Kinder mit sensorischer Empfindlichkeit kann genau dieser Moment eine eigene kleine Routine wert sein. Wer das Eincremen in den Morgen vor einem Ausflug einbauen will, kann es in der Routined-App ergänzen.