Aufstehen
Der Körper ist schwer, das Zimmer kalt, und waagerecht ist die einzige Lage, die gerade keinen Widerstand leistet. Die Bildkarten unten zerlegen das Aufstehen in ein paar kleine Bewegungen, damit das Gehirn nicht alles auf einmal beschließen muss.
♀Frau steht auf
Eine Frau auf allen vieren, bereit, vom Boden oder Bett aufzustehen.
♀Frau sitzt
Eine Frau sitzt auf dem Boden oder Bett mit ihren Beinen vor sich.
♀Aufstehen
Eine Illustration einer Frau, die auf einem blauen Block sitzt, mit zwei aufwärts gerichteten Pfeilen, die die Handlung des Aufstehens anzeigen.
Über diese Bildkarten
Aufstehen ist nicht eine einzelne Handlung, sondern eine Kette, die das Gehirn am liebsten gar nicht erst beginnt. Den Gedanken bis zum Ende zu denken — Füße auf dem Boden, kaltes Zimmer, Kleidung, der ganze Tag — überfordert in sechs Sekunden. Deshalb hängen viele Kinder (und Erwachsene) am ersten Schritt fest und beginnen, mit sich selbst über fünf weitere Minuten zu verhandeln.
Die Bildkarten arbeiten genau gegen diese Überforderung. Indem die Bewegung als mehrere kleine Bilder gezeigt wird — Kopf drehen, Füße aufsetzen, Hoodie überziehen — muss das Gehirn nur einem Schritt nach dem anderen zustimmen. Keiner davon ist dramatisch genug, um echten Widerstand zu wecken.
Ein konkreter Tipp: legen Sie den Hoodie oder Pullover, den das Kind tragen wird, am Abend vorher direkt neben das Bett und lassen Sie das zweite Feld der Bildkarten genau das zeigen. Der körperliche Kälteschock wird kürzer, und das Kind muss keine Entscheidung darüber treffen, was angezogen wird. In der Routined-App können Sie die Morgensequenz außerdem mit einem ruhigen Tonsignal statt mit einem Wecker starten lassen, sodass das Aufstehen beginnen darf, bevor sich der Frust überhaupt setzen kann.