Sich anziehen

#anziehen#kleidung#morgen#selbständigkeit#shirt

Es gibt ein paar Sekunden, in denen das Kind gar nichts sieht: das Shirt liegt über dem Gesicht, die Arme suchen die Ärmel. Die Bildkarten unten zeigen jeden Schritt, damit dieser kurze Moment ohne Sicht vertraut wird.

Ein lächelnder Junge zieht sich mit beiden Händen ein blaues T-Shirt über den Kopf.

Zieht das Shirt an

Ein lächelnder Junge zieht sich mit beiden Händen ein blaues T-Shirt über den Kopf.

Über diese Bildkarten

Die Sekunden, in denen das Shirt übers Gesicht gleitet, sind der heikelste Teil des Anziehens. Das Kind sieht nichts, die Hände tasten nach den Ärmellöchern, und der ganze Körper verlässt sich darauf, dass der Kopf bald auf der anderen Seite erscheint. Ist man schon müde oder gestresst, reicht eine hängenbleibende Naht, um den Morgen kippen zu lassen.

Mit Bildern wird der blinde Moment kein Leerraum, sondern ein Schritt unter mehreren. Das Kind weiß, dass nach Shirt-über-den-Kopf der Arm-in-Ärmel folgt und danach das Zimmer wieder da ist. Diese Vorhersehbarkeit lässt den Körper in den kurzen Sekunden ohne Sicht entspannen, was besonders bei Kindern mit taktiler Empfindlichkeit im Gesicht spürbar ist.

Ein konkreter Tipp: Lege das Shirt mit dem Rücken nach oben und der Halsöffnung zum Kind hin aus. So fällt der Stoff in der ersten Bewegung richtig und die Zeit ohne Sicht bleibt kurz. Möchtest du den ganzen Morgen als Sequenz mit Shirt, Hose und Socken in der richtigen Reihenfolge bauen, kannst du das in Routined tun und das Kind den Bildern selbst folgen lassen.