Nach der Schule gehen
Der Schultag endet im Körper nicht in dem Moment, in dem es klingelt. Die Bildschritte unten geben dem Übergang vom Klassenzimmer zum Heimweg oder zur Nachmittagsbetreuung eine klare Form, damit der Kopf umschalten kann.
♀Mädchen geht nach der Schule
Ein Mädchen mit einem Rucksack geht nach der Schule von einem Schulgebäude weg.
Über diese Bildkarten
Das Ende des Schultags ist ein abrupter Wechsel, mit dem der Körper selten Schritt hält. Eine Stunde ist gerade vorbei, der Rücken ist vom Sitzen verspannt, die Geräusche des Klassenzimmers hängen noch im Ohr – und plötzlich soll dasselbe Kind hinaus, Jacke finden, Person oder Weg finden, das Verhalten auf das umstellen, was außerhalb des Schultors gilt. In diesem Übergang sitzt oft der erste Einbruch des Nachmittags.
Bildkarten machen den Wechsel im Voraus sichtbar. Wenn die Schritte vom Zusammenpacken, Anziehen der Jacke, Verabschieden, Verlassen des Gebäudes und Gehen zum Treffpunkt als Bilder vorliegen, muss der Kopf die Reihenfolge nicht selbst in einem schon müden Moment konstruieren. Das Bild des nächsten Ortes wirkt zudem als mentaler Landeplatz und dämpft das Gefühl, ins Leere gestoßen zu werden.
Ein konkreter Tipp: bau direkt vor dem Schultor eine kurze Durchatmen- oder Berührungsroutine ein – gleicher Ort, gleiche Worte, gleiches Bild jeden Tag. Das wird zur Körpermarke dafür, dass Schule nun hinter einem liegt. Eine solche feste Brücke kann der Unterschied zwischen ruhig und Ausbruch um 14.10 Uhr sein. Routined lässt sich vierzehn Tage kostenfrei ausprobieren, um mehr Übergänge visuell zu verknüpfen.