Pausenspiel
Die Pause wirkt frei, doch vieles entscheiden andere: Die Glocke läutet, das Spiel läuft schon und die anderen Kinder bestimmen, wo Platz ist. Die Bilder unten geben dem Kind ein paar feste Anhaltspunkte, wenn die Umgebung das Tempo vorgibt.
♂In der Pause sitzen
Ein Junge sitzt auf einer Bank neben einem Ball, mit einem durchgestrichenen Kreuz, das zeigt, dass das Spielen pausiert ist.
Über diese Bildkarten
Was die Pause schwer macht, ist nicht die Freiheit selbst, sondern wie wenig davon beim Kind liegt. Die Glocke bestimmt, wann sie beginnt und endet, das Spiel läuft schon, wenn man hinauskommt, und ob in einem laufenden Ballspiel Platz ist, entscheiden andere. Für ein Kind, das etwas Vorhersehbarkeit braucht, kann eine unberechenbare Pause zum schwersten Moment des Tages werden.
Bildkarten können die anderen Kinder nicht lenken, aber sie können einen eigenen Plan zum Anlehnen geben. Ein Bild vom kurzen Hinsetzen, eines vom Zusehen, was vorgeht, eines vom Fragen, ob man mitmachen darf, machen die unsichtbaren Schritte sichtbar. Das Kind muss sich nicht alles im Lauf ausdenken, sondern hat die Reihenfolge schon in Ruhe vor der Pause gesehen.
Ein konkreter Tipp: Nimm ein Bild einer ruhigen Tätigkeit mit, die immer geht, etwa eine Runde gehen oder auf einer bestimmten Bank sitzen. So gibt es einen sicheren Plan B, wenn das Spiel voll ist, und die Pause ist kein Wettlauf mehr um den Einstieg. Mit Routined kannst du eine kleine Pausenkarte gestalten, die das Kind vom Üben zu Hause kennt.