Wie geht es deinem Kind wirklich?
Beim Stimmungscheck antwortet dein Kind mit einem Tipp auf eines von fünf Gesichtern, vor der Routine, danach oder beides. Die Muster über die Zeit siehst du in der Statistik.
Das ist ein Einstieg ins Gespräch, kein Verhör, und oft entdeckst du Dinge, die dir sonst entgangen wären.
So funktioniert der Stimmungscheck
So einfach, dass er wirklich gemacht wird, jeden Tag oder nur ab und zu.

Ein Tipp genügt
Neben der Frage Wie geht es dir gerade? gibt es fünf Gesichter, von traurig bis fröhlich. Dein Kind tippt auf eines, und die Antwort wird sofort gespeichert. Keine Wörter zum Schreiben, keine Skalen zum Deuten. Am selben Tag kann dein Kind seine Antwort noch ändern.

Du bestimmst, wann die Frage kommt
In den Einstellungen der Routine schaltest du Stimmungscheck ein und wählst bei Anzeigen: Vorher, Nachher oder Beide. Die Vorher-Frage kommt, wenn die Routine geöffnet wird, die Nachher-Frage, wenn alle Schritte abgehakt sind.

Jeden Tag oder seltener
Unter Wie oft wählst du Jeden Tag, Wöchentlich, Zweiwöchentlich oder Monatlich. Es gibt höchstens eine Antwort pro Routine und Tag. Bei Wöchentlich kannst du die Frage außerdem an einem bestimmten Wochentag kommen lassen.

Muster über die Zeit
Unter Statistik, im Tab Stimmung, siehst du die durchschnittliche Stimmung, eine Kurve für vorher und nachher und einen Vergleich nach Routine. Wähle Kind und Zeitraum: 7, 30 oder 90 Tage.

Ein Einstieg ins Gespräch
Im Kalender siehst du die Gesichter für jede Routine und jeden Tag. Nutze sie, um mit deinem Kind zu reden: „Ich habe gesehen, dass sich der Abend gestern schwer angefühlt hat. Magst du erzählen?“ Nie als Kontrolle.
Warum der Stimmungscheck wertvoll ist
Viele Kinder antworten auf die Frage „Wie war's?“ mit „gut“, egal wie es wirklich war. Das ist keine Lüge, die Frage ist einfach zu groß. Fünf Gesichter sind etwas anderes: Dein Kind muss nichts erklären, nur zeigen. Und du bekommst ein Bild davon, wie es ihm geht, das du sonst nicht hättest.
Vorher, nachher oder beide
Vorher
Zeigt, wie dein Kind in die Routine startet. Ist der Morgen schon schwer, bevor er richtig begonnen hat, kann es am Schlaf oder am Abend davor liegen, nicht an der Morgenroutine selbst.
Nachher
Zeigt, mit welchem Gefühl dein Kind aus der Routine geht. Die Frage kommt, wenn alle Schritte abgehakt sind. Endet die Abendroutine oft mit einem traurigen Gesicht, muss vielleicht etwas an ihr geändert werden.
Beide
Der Unterschied zwischen vorher und nachher zeigt, ob die Routine geholfen hat. In der Statistik siehst du den Durchschnitt vorher und nachher für jede Routine. Im Modus Beide kommt die Nachher-Frage nur, wenn dein Kind am selben Tag die Vorher-Frage beantwortet hat.
Wie oft sollte die Frage kommen?
Die App schlägt Jeden Tag vor. Wird es deinem Kind zu viel, wählst du Wöchentlich, Zweiwöchentlich oder Monatlich. Die Frage erscheint dann, bis dein Kind geantwortet hat, und kommt wieder, wenn der Zeitraum vorbei ist. Bei Wöchentlich kannst du auch einen bestimmten Wochentag wählen.
Fang lieber zu selten als zu oft an. Tägliche Fragen werden leicht zur Routine ohne Nachdenken, und dann sagen die Antworten weniger. Siehst du ein Muster, das du besser verstehen möchtest, kannst du für eine Weile auf Jeden Tag wechseln.
Wo du die Antworten siehst
- Statistik, Tab Stimmung: durchschnittliche Stimmung und Veränderung gegenüber dem vorigen Zeitraum, Anzahl der Einträge, die Kurve Stimmung im Zeitverlauf und Nach Routine.
- Der Kalender: die Gesichter für jede Routine und jeden Tag. Tippe auf eine Routine, um den ganzen Tag zu sehen.
- Kürzlich erledigt auf der Startseite: die Gesichter der letzten Routinen.
Du und dein Partner seht die Antworten der Kinder. Dein Kind sieht nur seine eigene Antwort für den Tag. Die Antworten werden 200 Tage gespeichert, und die App schickt keine Benachrichtigung bei einer traurigen Antwort.
Was du mit den Antworten machst
Der Stimmungscheck ist ein Werkzeug fürs Gespräch, keine Diagnose. Wenn du ein Muster siehst, sprich es an: „Mir ist aufgefallen, dass die Abende diese Woche etwas schwer waren. Gibt es etwas, das dich belastet?“ Oder: „Wie schön, dass die Morgen so gut gelaufen sind.“
Nutze die Antworten auch, um die Routine zu überprüfen. Sind die Nachher-Antworten bei einer bestimmten Routine oft schlechter als die Vorher-Antworten, ändere etwas: die Reihenfolge, die Länge, die Belohnung oder die Tageszeit.
Stimmungscheck bei ADHS und Autismus
Viele Kinder mit ADHS oder Autismus können Gefühle nur schwer in Worte fassen, besonders bei Autismus. Fünf Gesichter brauchen keine Worte. Dein Kind muss nicht „Ich bin frustriert“ sagen, sondern nur auf ein traurigeres Gesicht zeigen.
Bei ADHS kann die Stimmung schnell wechseln, und dann sagen Muster über die Zeit mehr als einzelne Antworten. Interessant ist selten, dass dein Kind an einem Tag traurig war, sondern ob es sich wiederholt, zum Beispiel nach bestimmten Schultagen.
Tipps für sensible Kinder
- Erkläre, dass es kein Test ist. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.
- Mach es freiwillig. Die Frage hindert dein Kind nicht daran, die Schritte abzuhaken, und an manchen Tagen will es nicht antworten.
- Sprich nie so über die Antworten, als würdest du kontrollieren. Sie sind dein Werkzeug, kein Notenheft.
Häufig gestellte Fragen
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