Bildschirmfreie Zeit
Das Schwierige an bildschirmfreier Zeit ist nicht die Zeit, sondern der Abbruch: Das Kind soll etwas loslassen, das schon läuft, ohne zu wissen, was folgt. Die Bildkarten hier unten geben dem Moment ein Ziel statt einer Leerstelle.
♂Junge liest ohne Bildschirm
Ein Junge sitzt im Schneidersitz mit einem Buch, über ihm zeigt eine Sprechblase ein durchgestrichenes Tablet.
Über diese Bildkarten
Verzichten wiegt schwerer als anfangen. Eine bildschirmfreie Zeit wird dadurch bestimmt, was nicht passiert, und eine Abwesenheit lässt sich schwer vorstellen, erst recht mitten in etwas, das gerade Spaß macht. Deshalb ist die letzte Minute vor dem Bildschirm oft die schwerste des Tages.
Bildkarten drehen die Aufgabe um. Statt einer Regel darüber, was verboten ist, zeigen die Bilder, was es tatsächlich gibt: bauen, rausgehen, ein Spiel spielen, eine Weile lesen. Das Kind bekommt ein Ziel, und der Abbruch wird zum Übergang zwischen zwei Dingen statt zu einem Verlust. Der Unterschied klingt klein, entscheidet aber oft darüber, ob aus dem Moment ein Streit wird.
Gib die Vorwarnung als Bild und nicht nur in Worten: Zeig auf die nächste Karte, wenn noch fünf Minuten bleiben, damit Bildschirm und Folgendes gleichzeitig sichtbar sind. So wird das Ende vorhersehbar, bevor es eintritt. In Routined lässt sich die bildschirmfreie Zeit als kurze Routine mit eigenen Bildern und Timer bauen, und die App kann 14 Tage ohne Kosten getestet werden.
Bild in einem Plan verwenden
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