Klavier üben
Klavier verlangt zwei Hände, die im selben Takt Verschiedenes tun, und die Belohnung kommt erst Wochen später. Die Bildschritte hier unten teilen die Einheit so auf, dass das Kind schon beim Anfang ein klares Ende sieht.
♀Klavier üben
Eine Person sitzt und spielt Klavier. Musiknoten schweben in der Luft über dem Klavier.
Über diese Bildkarten
Klavierüben ist eine der wenigen Tätigkeiten, bei denen Körper und Motivation gleichzeitig miteinander streiten. Die linke Hand soll etwas ganz anderes tun als die rechte, die Finger sollen sich an Tasten erinnern, die die Augen längst verlassen haben, und gleichzeitig soll das Kind ertragen, denselben Takt zehnmal hintereinander zu hören, ohne dass es viel besser klingt.
Genau hier verdienen die Bildkarten ihren Platz. Wenn die Einheit als sichtbare Schritte ausliegt, zuerst Aufwärmen, dann rechte Hand allein, dann linke, dann beide langsam, muss das Kind nicht mehr mit sich selbst aushandeln, wie lang jeder Teil dauert. Das Bild entscheidet, und dem Bild kann man trauen. Das Ende ist kein vages Gefühl mehr, sondern ein schrumpfender Kartenstapel.
Ein kleiner Kniff: legt mittendrin eine Karte mit spiel ein Lied, das du schon kannst ein. Sie wirkt wie eine Belohnung innerhalb der Übung statt danach und zeigt nebenbei, dass das Üben tatsächlich irgendwohin führt. In Routined kann ein kurzer Timer jeden Teilschritt steuern, sodass das Kind nicht selbst auf die Uhr schauen muss.