Sonntagsroutinen
Sonntag ist nicht mehr Wochenende und noch nicht ganz Werktag. Genau dieses Driften sorgt dafür, dass der Abend härter ankommt als gedacht. Die Schritte hier unten markieren den Übergang, während er gerade läuft.
♂Mann mit Sonntagsroutinen
Illustration eines Mannes, der verschiedene Sonntagsroutinen ausführt, wie Kaffee trinken, Pflanzen gießen, fernsehen und Pfannkuchen essen.
♀Frau genießt Sonntagmorgen
Illustration einer Frau, die einen entspannten Sonntagmorgen mit Kaffee, Pfannkuchen und einem Buch genießt, mit einem Kalender, der Sonntag anzeigt.
Über diese Bildkarten
Übergänge innerhalb eines einzigen Tages sind oft schwieriger als Übergänge zwischen Tagen. Der Sonntag ist das deutlichste Beispiel: keine Glocke läutet den Wechsel ein, keine Uhr tickt lauter als eine andere, aber irgendwo zwischen Nachmittag und Abendessen verschiebt sich die Stimmung im Haus. Das Kind spürt es, ohne es benennen zu können, und heraus kommen Launenwechsel oder plötzliche Reibung an Kleinigkeiten.
Wenn die Sonntagsroutinen als visuelle Unterstützung erscheinen, wird der Übergang von einem Gefühl zu einer sichtbaren Sache. Ein spätes Frühstück, eine ruhige Beschäftigung, ein gemeinsamer Moment, Vorbereitung auf die Woche, Abendessen und Bettzeit bekommen je eine eigene Karte. Es wird klar, dass dieser Abend nicht der gleiche ist wie Samstagabend, und genauso klar, dass der Montag nicht jetzt beginnt — er beginnt morgen früh.
Konkreter Hinweis: Platziert eine eigene Karte für ”Schultasche packen” oder ”Montagskleidung rauslegen” irgendwo nach dem Nachmittagssnack. Das verlegt die Vorbereitung weg von der Nacht und macht den Wechsel rechtzeitig sichtbar. Der ganze Sonntag lässt sich danach als Muster in Routined speichern.