Zur Kita gehen
Die Kita-Tür verlangt zwei Dinge gleichzeitig: ein Tschüss an den Elternteil und ein Hallo an die ganze Gruppe. Beides sind ganze Tätigkeiten und beides kostet Kraft. Die Bilder unten zerlegen, was sonst in einem einzigen Schlag passiert.
♂Junge geht zur Kita
Ein fröhlicher Junge mit Rucksack winkt und geht von einem Haus weg, während die Sonne scheint.
Über diese Bildkarten
Das Bringen in die Kita ist nicht ein Moment, sondern zwei übereinandergelegte. Der eine ist das Loslassen des Elternteils, eine emotionale Handlung. Der andere ist der Schritt in eine Gruppe von zwanzig Kindern, laute Geräusche und eine neue Bezugsperson, die gelesen werden will. Beides verlangt etwas vom Kind, und beides passiert auf denselben zwei Metern Boden.
Liegt das Bringen als Bildsequenz vor, kann sich das Kind auf jeden Teil einzeln einstellen. Ein Bild fürs Jackenaufhängen, eins für die Umarmung, eins fürs Finden einer Freundin am Teppich. Es wird leichter, traurig-bei-Mama und gespannt-aufs-Spiel auseinanderzuhalten, und weniger Gefühle ballen sich an der Schwelle zusammen.
Ein konkreter Tipp: Vereinbart mit der Erzieherin eine feste erste Aktivität drinnen – dieselbe Ecke, dieselbe Sache – und macht sie zum letzten Bild eurer Sequenz. Dann gibt es drinnen einen Magneten, nicht nur draußen einen Abschied.
Für Familien, die das Bringen als visuelle Routine gemeinsam mit der Kita aufbauen wollen, lässt sich Routined vierzehn Tage unverbindlich testen.