Schultag vorbei
Wenn die Schulglocke läutet, gibt der Körper die Haltung auf, die ihn den ganzen Tag getragen hat, und alles Zurückgehaltene findet plötzlich nach außen. Deshalb ist der Heimweg oft so aufgeladen. Die Bildkarten unten geben dem Übergang klare Schritte.
♂Junge verlässt die Schule
Ein glücklicher Junge mit Rucksack und Notizbuch springt aus einem Schultor, mit Noten und einer Zielflagge in einer Sprechblase.
Über diese Bildkarten
Der Ausbruch, der um 14:30 Uhr im Flur landet, hat selten mit dem Flur zu tun. Den ganzen Tag hat das Kind sich zusammengehalten – stillgesessen, gewartet, Zeilen von der Tafel gelesen, sich durch die Mensaschlange bewegt. Wenn die Schule endet, löst sich der zusammengepresste Körper schlagartig, und alles, was innen keinen Platz fand, drängt dorthin nach außen, wo es sich am sichersten anfühlt: zu dir.
Bildkarten für das Ende des Schultags bauen eine weichere Landung. Indem die Schritte sichtbar werden – einpacken, Jacke anziehen, hinausgehen, nach Hause – bekommt das Gehirn etwas, woran es sich beim Übergang halten kann, statt in einen freien Fall zu geraten. Nicht die Bilder selbst beruhigen, sondern die sichtbare Route zwischen zwei sehr unterschiedlichen Zuständen.
Ein konkreter Tipp: plant zu Hause eine stille erste Viertelstunde ohne Fragen zu Hausaufgaben oder Tagesereignissen. Stellt einen Snack hin und lasst die Karte der Abendroutine sichtbar liegen, statt zu reden. In der App Routined kann der Nachmittag als ruhige Fortsetzung der Schulschluss-Abfolge weiterlaufen, sodass der Übergang an der Tür den Faden nicht verliert.