Glücklich
Erwachsene halten Freude oft für leicht erkennbar, doch für ein Kind ist sie es nicht immer. Das Gefühl sitzt als Wärme, als Kribbeln, als Lust zu hüpfen, während das Gehirn noch kein Etikett dafür hat. Die Bildkarten unten geben dem Wort ein Bild, an dem das Gefühl hängen kann.
♂Glücklich
Illustration eines Jungen mit einem breiten, offenmundigen Lächeln und geschlossenen Augen, der Freude ausdrückt.
Über diese Bildkarten
Freude zu benennen klingt trivial, ist aber eine der frühen Übungen in innerer Beobachtung. Das Kind muss die Aufmerksamkeit vom Äußeren wegziehen – vom Spielzeug, von der Freundin, vom Eis – und sie zum Körper hin lenken, um zu bemerken, was dort eigentlich passiert. Diese Bewegung ist nicht selbstverständlich, besonders nicht, wenn das Gefühl als Druck oder Explosion auftaucht und nicht als Begriff.
Bildkarten geben einen Anker. Wenn das Kind ein lächelndes Gesicht oder einen hüpfenden Körper auf einer Karte sieht, bekommt das diffuse Erleben eine Form. Es wird leichter zu fragen, bin ich gerade dieses Bild. Mit der Zeit lernt das Kind, dass glücklich nicht dasselbe ist wie aufgeregt und nicht dasselbe wie erleichtert, auch wenn alle drei in einem Moment ineinanderfließen können.
Konkrete Idee: Verbinde die Karte mit einer Körperempfindung, die das Kind selbst genannt hat. Der Bauch kribbelt, die Füße wollen sich bewegen, der Mund lächelt von allein. So wird die Karte kein abstraktes Symbol, sondern eine Brücke zum eigenen Körper. Mit der Routined-App kannst du Gefühlskarten zu einer kleinen Reihe sammeln, die das Kind in einem ruhigen Moment durchblättern kann.