Sei Kreativ
Die Aufforderung, kreativ zu sein, klingt frei, gibt aber keine Richtung, und ohne Richtung weiß ein Kind nicht, wo es anfangen oder was eigentlich gemeint ist. Die Schritte unten machen das Offene greifbar.
♀Ideen
Ein Mädchen hält einen großen Stift mit einer Gedankenblase voller kreativer Ideen.
♀Malen
Ein Mädchen mit Palette und Pinsel denkt an Regenbogen, Formen und Blumen.
♀Regenbogen malen
Ein Mädchen malt mit einem Pinsel einen Regenbogen und hat eine Gedankenblase mit Ideen.
♀Fantasie
Ein Mädchen lächelt und stellt sich verschiedene bunte Formen und eine Glühbirne vor.
Über diese Bildkarten
Sei kreativ ist eine der wohlmeinendsten Aufforderungen überhaupt und zugleich eine der schwersten zu befolgen. Sie zeigt auf nichts Konkretes, sie setzt keine Grenzen und bietet keinen Einstieg. Für ein Kind, das wissen muss, was erwartet wird, wird die offene Freiheit eher zur Blockade als zur Einladung, und das Ergebnis ist oft, dass gar nichts geschieht.
Das Kreative stockt selten aus Mangel an Fantasie, sondern weil der erste Schritt unsichtbar ist. Eine visuelle Unterstützung tauscht die vage Aufforderung gegen ein paar konkrete Entscheidungen: welches Material, welche Farbe, welche Art Ding. Sind die Optionen sichtbar, wird die Aufgabe machbar, und das Kind kann eine Entscheidung nach der anderen treffen, statt einem gähnenden Nichts gegenüberzustehen.
Gib einige wenige klare Startentscheidungen statt unbegrenzter Möglichkeiten, etwa drei Materialien zur Auswahl, denn weniger Wege machen es leichter, wirklich loszugehen. Die Begrenzung ist es, die befreit. In der Routined-App kannst du eigene Auswahlschritte bauen, die dem Kind einen Einstieg geben, ohne vorzugeben, was entsteht.