Socken aufheben
Eine einzelne Socke unterm Sofa sagt nichts, bringt keine Belohnung und fällt kaum auf. Genau deshalb wird sie immer wieder vergessen. Wird die Aufgabe stattdessen zu einem sichtbaren kleinen Auftrag, ändert sie ihren Charakter. Die Bildkarten unten machen sie greifbar.
♂Die Socke aufheben
Ein Kind bückt sich und hebt eine gestreifte Socke vom Boden auf.
Über diese Bildkarten
Manche Aufgaben sind zu klein, um wichtig zu wirken. Eine Socke auf dem Boden löst keine Krise aus, und so landet sie ganz unten auf der Liste der nötigen Dinge, falls sie überhaupt darauf kommt. Das Problem ist kein Unwille, sondern dass die Aufgabe kein Gewicht hat: kein klarer Anfang, kein klares Ende, kein sichtbarer Gewinn.
Bildkarten geben dieses Gewicht, indem sie das Vage in etwas Abgegrenztes verwandeln. Hat Socken aufheben ein eigenes Bild, wird es zu einer konkreten Sache zum Tun und Abhaken, nicht nur ein vages Gefühl von Unordnung. Die Aufgabe zu sehen, hebt sie aus dem Hintergrund, und das Abhaken gibt die kleine Belohnung, die sonst ganz fehlte. Für Kinder, die bei Aufgaben ohne sichtbares Ergebnis die Lust verlieren, macht das einen großen Unterschied.
Ein Tipp gerade für Socken: Mach ein Spiel auf Zeit daraus, wie viele findest du, bevor der Timer klingelt. Das Eintönige wird plötzlich zur Jagd, und der Boden wird nebenbei frei. In Routined kannst du der Aufgabe einen Timer geben und das Kind kleine Markierungen für erledigte Aufgaben sammeln lassen, mit vierzehn Tagen kostenlosem Test. Die Bilder unten lassen sich auch ausdrucken und an den Wäschekorb hängen.