Zug fahren
Das Schwanken des Zuges, laute Geräusche, fremde Menschen dicht daneben und plötzliches Hupen werden zu einem Strom an Eindrücken, der schwer abzuschalten ist. Die Bildkarten unten bereiten ein Kind vor, sodass die Eindrücke erkannt werden, statt zu überrumpeln.
♂Stange im Zug halten
Ein Junge steht in einem Zug und hält sich an einer Stange fest, durch das Fenster gesehen.
♂Aus dem Zugfenster schauen
Ein Junge fährt in einem blauen Zug und schaut aus dem Fenster in die Landschaft.
Über diese Bildkarten
Im Zug passiert alles gleichzeitig. Der Wagen schwankt und rüttelt, Lautsprecher tönen, Räder kreischen und Menschen drängen sich dicht heran mit ihren eigenen Geräuschen und Bewegungen. Für ein Kind, das empfindlich auf Sinnesreize reagiert, wird die Zugfahrt zu einem Strom, der sich nicht abschalten lässt und der sich lange vor der Ankunft zu zu viel aufbauen kann.
Bildkarten helfen, indem sie die Eindrücke erwartbar statt plötzlich machen. Wenn das Kind vorab Bilder vom schwankenden Zug, den vielen Menschen und den lauten Geräuschen sieht, weiß der Körper, was ihn erwartet, und kann ihm mit weniger Schreck begegnen. Die Vorhersehbarkeit dämpft den Lärm nicht, aber sie nimmt die Überraschung, und oft ist es die Überraschung, die den Ausschlag gibt.
Ein Tipp speziell für den Zug: Pack Kopfhörer oder eine Mütze ein, die den Lärm dämpft, und zeige das als eigenes Werkzeug auf einem Bild. Dann weiß das Kind, dass es einen konkreten Ausweg gibt, wenn die Eindrücke zu viel werden, was an sich schon beruhigt. Du kannst die Fahrt mit Bildern in der App Routined aufbauen und sie vierzehn Tage kostenlos testen.