In die Stadt laufen
Die Frage wie weit noch kommt nicht aus Faulheit, sondern daher, dass eine Strecke ohne sichtbares Ende endlos wirkt. Wenn ein Kind sieht, wo der Weg endet, werden die Beine leichter. Die Bildkarten unten teilen den Weg in überschaubare Stücke.
♂In die Stadt gehen
Eine Person geht auf bunte Stadthäuser zu, während Pfeile den Weg zeigen.
Über diese Bildkarten
Ein Weg in die Stadt kann sich beliebig lang anfühlen für jemanden, der die Entfernung nicht einschätzen kann. Ohne sichtbares Ziel weiß das Kind nicht, ob noch zwei Minuten bleiben oder zwanzig, und so wird jeder Schritt schwerer als nötig, denn der Körper teilt sich die Kräfte nicht ein, wenn er nicht weiß, wie lange sie reichen müssen.
Bildkarten helfen, indem sie dem Weg eine Form geben, die das Kind fassen kann. Wird die Strecke in bekannte Punkte zerlegt, etwa den Laden, den Spielplatz, die Brücke, den letzten Hügel, verwandelt sich die unhandliche Frage wie weit noch in eine Reihe kleiner Ziele, die eines nach dem anderen abgehakt werden. So wird der Weg zu einer Folge kurzer Etappen statt zu einer einzigen langen, ungewissen Strecke.
Ein konkreter Tipp: wähle zwei oder drei klare Orientierungspunkte entlang eurer Strecke und zeige sie vorab. Passiert das Kind einen, weiß es genau, wie viel des Weges geschafft ist, und das Ende fühlt sich plötzlich erreichbar an.
Möchtest du die Etappen des Weges unterwegs dabeihaben, kannst du sie in die App Routined einfügen und die Orientierungspunkte nach und nach abhaken, sodass der Fortschritt direkt in der Hand sichtbar wird.