Ein Bad nehmen
Im Badewannen-Wasser zu sitzen ist eine Ganzkörper-Erfahrung: Wärme am Bauch, gedämpfter Schall unter der Oberfläche, Zeit verschwimmt. Die Bildkarten unten helfen dem Kind zu spüren, an welcher Stelle des Bades es ist und wann ein trockenes Handtuch kommt.
♀Mädchen nimmt ein Bad
Ein Mädchen sitzt in einer Badewanne voller Blasen. Sie hält eine gelbe Gummiente in einer Hand und einen rosa Schwamm in der anderen.
Über diese Bildkarten
Ein Bad ist nicht nur Hygiene, es ist einer der wenigen Momente am Tag, an dem der ganze Körper in etwas anderes als Kleidung oder Luft eingehüllt ist. Warmes Wasser drückt sanft gegen die Brust, Geräusche aus der Küche werden fern, und wenn das Kind die Ohren unter die Oberfläche taucht, verschwindet die halbe Welt. Für manche ist das pure Ruhe. Für andere wirkt es überwältigend – weil es keinen klaren Rand gibt, an dem das Bad anfängt oder aufhört.
Deshalb hilft es, das Bad als Abfolge zu sehen statt als einen langen Moment. Ausziehen, beim Einlassen helfen, hineinsteigen, kurz spielen, Haare waschen, ausspülen, herausklettern, ins Handtuch wickeln. Wenn die Bilder auf einem Regal neben der Wanne liegen, kann das Kind den Bogen verfolgen und selbst sehen, dass es ein Ende gibt. Zu wissen, dass das Handtuch kommt, macht es leichter, dem Shampoo-Teil zuzustimmen.
Ein konkreter Tipp: Wähle eine klare Schlusshandlung, die nicht das Wasser ist kalt heißt – zum Beispiel den Stöpsel ziehen, solange das Kind noch sitzt. Das wird zum körperlichen Signal, dass das Bad vorbei ist. Wer die ganze Abendroutine als Kette vom Bad ins Bett zeigen will, kann sie in Routined zusammenstellen und das Kind jeden Teil abhaken lassen.