Mund spülen
Den Mund auszuspülen klingt nach wenig, doch für das Kind heißt das frei wanderndes Wasser, ein verbleibender Zahnpasta-Reiz und eine Spuckrichtung, die in die Mitte des Beckens treffen soll. Die Bilder unten gehen die Teile ruhig durch.
♀Mund spülen
Eine Person spült ihren Mund mit Wasser aus einem blauen Becher. Wasser spritzt aus dem Mund.
Über diese Bildkarten
Für ein Kind ist Mundausspülen eigentlich drei Aufgaben auf einmal. Zuerst soll das Wasser hinter den Lippen bleiben, ohne am Kinn herunterzulaufen. Dann sollen Zunge und Wangen es bewegen, was kitzeln oder unangenehm wirken kann, wenn die Zahnpasta noch prickelt. Schließlich soll alles in einem bestimmten Bogen ausgespuckt werden, möglichst ins Becken und nicht aufs Shirt oder den Spiegel.
Wenn die Schritte auf Bildkarten stehen, einer für das Aufnehmen des Wassers, einer fürs Schwenken, einer fürs Vorbeugen über das Waschbecken und einer fürs Ausspucken, wird jeder Moment zu einer eigenen, abgegrenzten Aufgabe. Die Bildkarten nehmen das Rätselraten weg und lassen einen empfindlichen Mund jeweils eine Empfindung bearbeiten statt aller gleichzeitig. Dann zeigt sich oft, dass der Widerstand keine Faulheit war, sondern Überlastung.
Ein konkreter Tipp: Nutzen Sie einen kleinen Plastikbecher mit einer Markierung auf halber Höhe, damit die Wassermenge immer gleich und vorhersehbar ist. In der Routined-App können Sie das Ausspülen als eigenen Schritt nach dem Zähneputzen anlegen, damit das Kind sieht, dass es zwei getrennte Aufgaben sind.