Frühstücksfernsehen
Der Bildschirm zieht den Fokus vom Essen weg, und beim Ausschalten landet der Protest mitten in einem schon engen Morgen. Die Bildkarten unten geben der Fernsehzeit einen klaren Anfang und ein klares Ende, sodass das Abschalten geplant und keine Überraschung ist.

Frühstücksfernsehen
Eine Schale Müsli, eine dampfende Tasse und ein Fernsehbildschirm mit einer Sonne und einer Sprechblase.
Über diese Bildkarten
Frühstücksfernsehen ist eine Doppelaufgabe. Das Essen muss gekaut und geschluckt werden, aber Augen und Gehirn ziehen zu den bewegten Bildern, und beim Ausschalten landet der Schnitt mitten in einer Folge oder einem Lieblingsclip. Genau dort entsteht der Konflikt – nicht im Fernseher selbst, sondern im Übergang.
Mit Bildkarten bekommt die Fernsehzeit einen Rahmen. Die Karte zum Einschalten, die Karte fürs gleichzeitige Essen und – am wichtigsten – die Karte fürs Ausschalten zusammen mit einer klaren nächsten Aktivität daneben: Schuhe, Jacke, Tasche. Wenn das Ausschalten als eigener Schritt in der Sequenz steht, ist es erwartet statt unterbrechend.
Ein konkreter Tipp: Legt schon vor dem Einschalten gemeinsam fest, was direkt nach dem Ausschalten passiert, und zeig in dem Moment auf genau dieses Bild, in dem du den Knopf drückst. So hat das Kind in der Sekunde, in der der Bildschirm schwarz wird, einen Ort, an den der Blick wandern kann. In der Routined-App kannst du einen kurzen Timer ans Fernsehfenster hängen und ihn direkt mit der nächsten Routine verketten, sodass der Übergang eingebaut ist.