Schuhe und Jacke anziehen
An der Haustür legt sich eines aufs andere: erst die Schuhe, dann die Jacke. Wenn ein Elternteil schon den Schlüssel in der Hand hat, hört man den Druck in der Stimme. Die Bildkarten unten teilen den Aufbruch in zwei ruhige Schritte.
♂Junge zieht Schuh an
Ein Junge in einer blauen Jacke bückt sich, um einen braunen Schuh anzuziehen.
Über diese Bildkarten
Der Aufbruch aus dem Flur ist selten ein einziger Schritt. Es ist eine Kette: Schuhe an, Jacke an, vielleicht Mütze, vielleicht Tasche, und das alles passiert, während eine erwachsene Person schon den Schlüssel in der Hand hält. Genau dort entsteht der Zeitdruck, und genau dort verlieren Kinder den Faden. Wenn die Schritte unsichtbar übereinander liegen, fällt einer leicht heraus.
Bildkarten geben der Kette eine sichtbare Form. Erst Schuhe, dann Jacke, zwei Karten nebeneinander, jeden Tag am gleichen Platz. Dein Kind kann auf die zweite Karte zurückblicken, ohne dass du den Hinweis wiederholst, und du musst den nächsten Schritt nicht in den Raum drücken. Übergänge werden ruhiger, wenn sie vorhersehbar sind, und gerade die Haustür ist ein Ort, an dem diese Vorhersehbarkeit unter Zeitdruck zerreißt.
Ein konkreter Tipp: Häng die Bildkarten auf Augenhöhe deines Kindes neben das Schuhregal, nicht in Erwachsenenhöhe. So werden sie zum Werkzeug deines Kindes und nicht zu deiner Erinnerungsliste. In Routined gibt es dieselbe Abfolge als digitale Routine mit Countdown, die ersten 14 Tage kostenfrei zum Ausprobieren.