Milchersatz und TV

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Ein Baby zeigt mit dem ganzen Körper, wann es satt ist – der Fernseher liefert dagegen alle drei Sekunden neue Bilder. Zwei Arten von Aufmerksamkeit prallen aufeinander, und die Bildkarten unten halten das Fläschchen im Mittelpunkt, ohne dass der Bildschirm aus muss.

Ein Fernseher mit einem lächelnden Gesicht neben einer Babyflasche, in die Milchersatzpulver mit einem Löffel gefüllt wird.

Milchersatz zubereiten und Fernsehen

Ein Fernseher mit einem lächelnden Gesicht neben einer Babyflasche, in die Milchersatzpulver mit einem Löffel gefüllt wird.

Über diese Bildkarten

Sattheit beim Baby ist eine leise Sprache: Kopf wird abgewandt, das Saugen wird langsamer, die Hände lösen sich. Gleichzeitig liefert der Fernseher schnelle Schnitte und kräftige Farben, und Erwachsenenblicke werden leicht dorthin gezogen. Zwei völlig verschiedene Tempi teilen sich dieselbe Viertelstunde, und das Fläschchen wird mitunter herausgezogen oder weiter hineingeschoben, bevor die Körpersignale gelesen sind.

Bildkarten für Milchersatz mit laufendem TV bündeln die kleinen Schritte, die bei eingeschaltetem Bildschirm leicht verloren gehen: Fläschchen wärmen, bequem hinsetzen, Blick prüfen, in ruhigem Tempo füttern, Pause für Luft, Blick erneut prüfen, beenden, sobald das Baby den Kopf abwendet. Die Karten erinnern daran, in festen Abständen vom Bildschirm hinunter zum Kind zu schauen – nicht nur, wenn nachgegossen wird.

Ein konkreter Tipp: das Baby leicht vom Fernseher wegdrehen, sodass der Bildschirm im seitlichen Blickfeld liegt. Du musst nichts ausschalten, aber das Auge wird nicht zu jedem Schnitt gerissen, und das Baby hat dein Gesicht im Zentrum.

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