Persönliche Assistenz

#Assistenz#Hilfe#Rollstuhl#Unterstützung#Betreuung

Hilfe bei körpernahen Momenten anzunehmen, geht um Grenzen und Vertrauen, nicht nur ums Praktische. Weiß das Kind, was passiert und in welcher Reihenfolge, fühlt sich das Zusammenspiel mit der Assistenzkraft sicherer an. Die Bildkarten unten zeigen die Schritte.

Eine Person schiebt ein Kind, das im Rollstuhl sitzt, nach vorne.

Hilfe mit dem Rollstuhl bekommen

Eine Person schiebt ein Kind, das im Rollstuhl sitzt, nach vorne.

Über diese Bildkarten

Die Grenze zwischen den eigenen und fremden Händen verläuft tief. Wenn die Hilfe den Körper berührt, beim An- und Auskleiden, auf der Toilette, beim Umsetzen, ist nicht die Bewegung das Heikle, sondern dass jemand anderes nahekommt. Für ein Kind, das täglich Assistenz braucht, prägt die Sicherheit dieser Momente vieles davon, wie sich der Tag anfühlt.

Bildkarten können ein Stück Kontrolle zurückgeben. Hat jeder Moment ein Bild, sieht das Kind, was als Nächstes kommt, und muss nicht raten oder sich überrumpelt fühlen. Es wird auch zur gemeinsamen Sprache zwischen Kind und Assistenzkraft: Man zeigt auf den nächsten Schritt, statt zu erklären, und das Kind kann signalisieren, wenn es bereit ist. Diese Vorhersehbarkeit macht das Zusammenspiel für beide sanfter.

Ein konkreter Tipp: Lass das Kind die Reihenfolge der Bilder mitbestimmen, was zuerst kommt und was es lieber selbst macht. Dann sind die Bildkarten etwas, das mit dem Kind geschieht, nicht an ihm. In Routined können mehrere Personen denselben Bildplan teilen, sodass verschiedene Assistenzkräfte derselben Reihenfolge folgen, und die App lässt sich vierzehn Tage kostenlos testen. Die Bilder unten kann man auch ausdrucken und dort aufhängen, wo die Hilfe stattfindet.