Warten
Wenn Zeit unsichtbar ist, fühlt sich jede Minute lang an. Die Bildkarten unten zeigen das Warten Schritt für Schritt, damit das Kind spürt, wann es vorbei ist.
♂Warten, Uhr
Eine Person in einem blauen T-Shirt hält eine Hand als Stoppschild hoch und zeigt auf eine Uhr mit Minutenzeiger auf ihrem Bauch.
♀Warten, Sanduhr
Eine Person in einem blauen T-Shirt hält eine Hand als Stoppschild hoch und hält in der anderen Hand eine Sanduhr, alles in einem roten Kreis.
♀Leise warten, Uhr
Eine Person hält eine Hand als Stoppzeichen hoch, hat einen Finger auf den Lippen, um Ruhe zu signalisieren, neben einem Uhrensymbol mit einem Aktualisierungspfeil.
Über diese Bildkarten
Das Schwierige am Warten ist die Zeit selbst. Ein Kind, das noch kein festes Gefühl für Minuten hat, erlebt schon eine kurze Wartezeit als endlos, und der Körper füllt diese Leere mit Bewegung, Fragen und Geräuschen. Das ist kein Ungehorsam, sondern ein Versuch, mit etwas Unsichtbarem umzugehen.
Eine Bildkarte gibt dem Warten Anfang, Mitte und Ende. Wenn das Kind sieht, dass Warten gerade der aktuelle Schritt ist und dass danach etwas anderes kommt, beruhigt sich das Nervensystem. Das Bild ersetzt die abstrakte Zeit durch etwas, das die Augen festhalten können.
Ein Tipp, der speziell beim Warten hilft: Gib dem Körper eine kleine Aufgabe während der Wartezeit. Finger zählen, ein weiches Spielzeug drücken, drei ruhige Atemzüge nehmen. Die Karte sagt, was passiert, die kleine Aufgabe beschäftigt den Körper, bis die Wartezeit endet. In Routined kannst du Warteschritte in eine Routine einbauen und mit einem Timer verbinden, sodass die Zeit neben dem Bild sichtbar wird.