Bildschirme ausschalten
Ein Bildschirm verschluckt das Zeitgefühl, sodass das Weglegen sich wie ein Abbruch mitten in etwas Wichtigem anfühlt. Die Bilder unten machen aus dem harten Stopp ein Ende, das das Kind kommen sieht.

Bildschirme ausschalten
Ein Handy, ein Tablet und ein Monitor mit einem roten Kreuz darüber, das zeigt, dass die Bildschirme ausgeschaltet werden sollen.
Über diese Bildkarten
Mitten in einem Film oder Spiel gibt es keine Uhr. Der Bildschirm zieht die Aufmerksamkeit so vollständig hinein, dass die Minuten verschwinden, und deshalb treffen die Worte jetzt aus fast immer wie ein Schock. Was für Erwachsene wie Trotz aussieht, ist oft nur ein Kind, das aus einem Zustand gerissen wird, den es ohne Vorwarnung verlassen muss.
Bildkarten wirken hier wie ein sichtbarer Countdown. Wenn von Anfang an klar ist, was nach dem Bildschirm kommt, ein Bild von Zahnbürste, Schlafanzug und Bett, weiß das Kind, dass das Ausschalten keine Strafe ist, sondern das nächste Feld in einem Abend, der weitergeht. Das Ende bekommt eine Form, und auf eine Form kann man sich vorbereiten.
Ein konkreter Tipp ist, das nächste Bild schon etwas vorher zu zeigen, damit das Kind in Ruhe abschließen kann, statt sich loszureißen. Für viele Kinder, gerade jene mit ADHS, denen Unterbrechungen schwerfallen, macht diese Vorwarnung den ganzen Unterschied. In Routined kannst du das Ausschalten als klaren Schritt mit visueller Unterstützung und einem Timer setzen, der zum nächsten Punkt des Abends herunterzählt.