Mein Zug
Stillstehen, während jemand anderes würfelt, drei Runden noch warten, und das eigene Spielzeug liegt direkt daneben. Die Bilder unten machen aus dem Warten etwas Sichtbares, nicht nur etwas, das im Körper rumort.
♀Eine Runde drehen
Eine Person hält ein kreisförmiges Pfeilsymbol, das eine Drehung anzeigt, und zeigt auf das Symbol.
Über diese Bildkarten
Auf den eigenen Zug zu warten gehört zu den schwereren Aufgaben, die ein Kind gestellt bekommt, auch wenn es passiv aussieht. Die Impulskontrolle muss den Körper davon abhalten, nach der Figur zu greifen, während das Zeitgefühl oft noch nicht stabil genug ist, um einzuschätzen, wie bald die eigene Runde kommt. Wenige Sekunden fühlen sich leicht wie Minuten an.
Die Bildfolge holt das Warten aus dem unsicheren Innen in eine sichtbare Reihenfolge. Mit einer Karte warten und einer Karte mein Zug hat der Kopf etwas, woran er sich festhalten kann. Jüngere Geschwister, Kinder im Parallelspiel und Erwachsene am Spieltisch profitieren von derselben Struktur.
Konkreter Tipp: dem Kind während des Wartens eine kleine körperliche Aufgabe geben, zum Beispiel den Würfelbecher für den nächsten Spieler halten oder eine Spielfigur pro Runde ein Feld verschieben. Die Hände bekommen etwas zu tun, das ist leichter als Stillhalten. In Routined lässt sich die Zugreihenfolge auf dieselbe Weise das ganze Spiel über zeigen, das Warten bekommt einen klaren Anfang und ein Ende.