Tagebuch schreiben

#Tagebuch#schreiben#reflektieren#persönlich#ruhige Zeit

Leere Seite, kein Auftrag, und ein Kopf, der einen ganzen Tag in Worte fassen soll, bevor das Bett ruft. Kein Wunder, dass das Tagebuch liegen bleibt. Die Bilder unten geben einen sanften Einstieg.

Ein gezeichneter Junge sitzt an einem Tisch und schreibt mit einem Stift in ein offenes Tagebuch.

Tagebuch schreiben

Ein gezeichneter Junge sitzt an einem Tisch und schreibt mit einem Stift in ein offenes Tagebuch.

Über diese Bildkarten

Das Problem mit dem Tagebuch ist selten Unlust. Es ist der Anfang. Wenn der Stift auf einer leeren Zeile liegt und die Frage ‚was war heute‘ lautet, weigert sich das Gedächtnis mitzuarbeiten. Alles und nichts war, und beide Antworten fühlen sich gleich falsch an, sie hinzuschreiben. An dieser Anfangsschwelle sterben die meisten Tagebücher.

Bildkarten fürs Tagebuchschreiben senken diese Schwelle, indem sie ‚schreib etwas‘ durch ‚wähl ein Bild‘ ersetzen. Liegen vor dem Kind Karten — ein Lächeln, eine graue Wolke, eine Mahlzeit, eine Freundin, ein Spiel — geht es ums Zeigen, nicht ums Erfinden. Zeigen ist fast immer leichter als ein Satz, weshalb der Satz oft trotzdem kommt, gleich nach dem Zeigen.

Ein konkreter Tipp: Habt jeden Abend drei feste Karten — ein Gefühl, ein Ort, eine Person. Drei kleine Felder statt einer weiten Seite. Drei Zeilen an einem schlechten Tag, drei Absätze an einem guten. Wer den Tagebuchmoment mit Zur‑Ruhe‑kommen, Zähneputzen und Bett zu einem sanften Ablauf verbinden möchte, baut ihn in Routined.