Schmerztagebuch
Schmerz ist unsichtbar, und ihn in eine Zahl oder Farbe zu übersetzen ist eine eigene Arbeit. Kinder brauchen oft Bilder zum Zeigen, bevor Worte kommen. Die Bildkarten unten liefern die Startpunkte.
♀Mädchen führt Schmerztagebuch
Ein Mädchen mit Zöpfen schreibt in ein offenes Tagebuch, das Schmerzsymbole und einen Kalender mit einem traurigen Smiley zeigt.
Über diese Bildkarten
Das nach innen Gewandte eines Schmerztagebuchs macht es schwierig. Die Frage, wie weh es tut, reicht nicht, denn das Kind muss erst das Gefühl bemerken, es dann mit etwas vergleichen und schließlich ein Etikett wählen. Drei Schritte, die gleichzeitig passieren sollen, wenn das einzige Werkzeug eine offene Frage ist.
Mit visueller Unterstützung bekommt jeder Teilschritt sein eigenes Fenster: eine Körperkarte zum Zeigen, eine Farb- oder Gesichterskala zum Vergleichen, eine Uhrzeit oder eine Aktivität, die gerade vorausging. Aus der vagen Frage wird eine Reihe konkreter Entscheidungen: wo, wie stark, wann. Das Kind muss die Worte nicht aus dem Nichts holen.
Ein konkreter Tipp: gemeinsam zu zwei festen Zeiten am Tag eintragen, nicht nur, wenn der Schmerz hochschießt. Ein ruhiger Eintrag beim Frühstück und beim Abendessen liefert Vergleichszahlen, die wirklich etwas aussagen. In der Routined-App lässt sich die Schmerztagebuch-Routine als Karte in den Morgen- und Abendablauf legen, so wird sie Teil des Tages und keine Extraaufgabe. Zwei Wochen kostenlos testen.