Gutenachtgeschichte vorlesen
Die Geschichte selbst ist selten das Problem, das Ende ist es. Wenn ein Kind den Tag nicht loslassen will, wird jeder letzte Satz zur Verhandlung. Die Bilder unten geben dem Schluss eine sichtbare Form.
♂Junge liest Gutenachtgeschichte
Ein Junge sitzt auf einem Bett und liest ein rotes Buch. Neben ihm steht ein Nachttisch mit einer Lampe und einem schlafenden Teddybären.
♀Eltern und Kind lesen Gutenachtgeschichte
Ein Erwachsener und ein Kind sitzen im Bett och lesen gemeinsam ein Buch. Das Buch hat einen Mond und Sterne auf dem Cover.
Über diese Bildkarten
Eine Gutenachtgeschichte soll eigentlich zwei Dinge auf einmal leisten: das Kind in den Schlaf hinüberbegleiten und den Tag als beendet markieren. Das Zweite ist das Schwierige. Für ein Kind, das den Tag ungern loslässt, wird jeder letzte Satz zu einer Öffnung für ein Kapitel mehr, ein Glas Wasser mehr, eine Frage mehr. Die Geschichte droht zur Verlängerung zu werden statt zum Abschluss.
Mit Bildkarten liegt das Ende schon bereit, bevor die erste Seite umgeblättert wird. Das Kind sieht, wie viele Seiten zu diesem Abend gehören, was nach dem letzten Satz kommt und wo das Licht ausgeht. Die Verhandlung verliert an Griff, wenn der nächste Schritt schon als Bild auf dem Tisch liegt. Das ist kein Nein zu Mehr, sondern ein Zeigen dessen, was folgt.
Ein Tipp, der speziell zur Gutenachtgeschichte gehört: zeig auf das Schlussbild, bevor ihr zu lesen beginnt, nicht erst danach. So weiß das Kind den ganzen Weg über, wo das Ende sitzt, und es fällt leichter, in der Erzählung anzukommen, statt ihre Länge zu bewachen. Wer den ganzen Abend mit Bildern und einem sanften Timer zusammensetzen möchte, kann Routined vierzehn Tage lang kostenfrei testen.