Satt essen
Das Sättigungssignal ist nicht immer höflich: es kann lange nach dem vollen Magen kommen oder kaum spürbar sein. Die Bilder unten schaffen eine äußere Pause, damit das Gefühl aufholen kann.
♂Satt essen
Ein fröhlicher Junge isst ein Sandwich und hält seinen runden Bauch, mit einer Sprechblase, die eine Schüssel mit Essen zeigt.
Über diese Bildkarten
Wann der Teller weggestellt werden darf, ist nicht immer offensichtlich. Das Sättigungssignal — die kleine Ruhe im Bauch — kann verspätet kommen oder kaum spürbar sein, und so greift die Hand automatisch weiter zur Gabel, obwohl der Körper eigentlich fertig ist. Bei Kindern mit langsamer Interozeption zeigt sich das oft erst später als Bauchweh oder als komisches Gefühl nach dem Aufstehen vom Tisch.
Bildkarten machen das Unsichtbare sichtbar. Wenn eine der Karten eine Pause zeigt — Besteck ablegen, einen Schluck Wasser trinken, warten — bekommt dein Kind einen konkreten Moment zum Hineinhorchen, ohne dass jemand fragen muss, ob es satt ist. Die Pause erledigt die Arbeit, nicht die Worte.
Ein konkreter Tipp für genau diese Situation: nutze eine Karte namens halber Teller mitten in der Reihenfolge. Wenn dein Kind dort ankommt, schaut es auf den Teller, schließt kurz die Augen und wählt: mehr oder fertig. Beide Optionen sind in Ordnung und beide stehen sichtbar auf der Karte. In der Routined-App kannst du diese Pausenkarte zwischen die Schritte der Mahlzeit setzen, damit sie jedes Mal erscheint, wenn sie gebraucht wird.