Handy anschauen
Ein Bildschirm hört nie von selbst auf. Für ein Kind gibt es keinen natürlichen Punkt, an dem der Moment vorbei ist, und deshalb wird das Aufhören zum Streit statt zum Schritt – die Bildkarten unten setzen den Rahmen, bevor das Handy überhaupt hervorkommt.
♀Handy halten
Ein Kind hält ein Handy mit beiden Händen und schaut auf den Bildschirm.
♀Aufs Handy schauen
Ein Kind hält ein Handy hoch, auf dem ein Suchsymbol zu sehen ist.
♀Am Handy suchen
Ein Kind hält ein Handy und darüber erscheint eine Sprechblase mit einem Suchsymbol.
Über diese Bildkarten
Von innen, aus dem Moment des Kindes betrachtet, ergibt Aufhören gerade jetzt keinen Sinn. Der nächste Clip läuft schon, die Nachricht ist halb gelesen, und nichts am Handy markiert dieses Mal als das letzte. Bildschirme sind darauf gebaut weiterzulaufen, während die meisten Alltagstätigkeiten einen eingebauten Schlusspunkt haben: Der Teller wird leer, die Jacke sitzt. Dieser fehlende Schlusspunkt lässt den kurzen Blick ausufern und macht das Aufhören zu einem Verlust.
Bildkarten helfen, indem das Ende vor den Anfang gelegt wird. Ein Bild fürs Handy anschauen, ein Bild für das, was danach kommt, und dazwischen eine Zeitmarke geben dem Moment einen Rahmen, den das Kind sieht, bevor der Bildschirm angeht. Bei Kindern mit adhd entscheidet der sichtbare Übergang oft darüber, ob das Handy weggelegt wird oder nicht.
Ein konkreter Tipp ist, festzulegen, was unmittelbar danach passiert, und daraus das nächste Bild der Reihe zu machen. Ein Handy loszulassen fällt leichter, wenn schon etwas anderes ansteht, als wenn danach nichts Bestimmtes bedeutet. Mit Routined lassen sich die Bilder mit einem sichtbaren Timer verbinden, und die App kann 14 Tage kostenlos getestet werden.