Wie geht es dir?
Die Frage wie geht es dir klingt einfach, setzt aber voraus, dass man nach innen schauen und Worte für das Gefühlte finden kann. Für viele Kinder haben die Gefühle weder Form noch Namen. Die Bilder unten geben dem Gefühl etwas zum Zeigen, wenn die Worte fehlen.
♂Wie geht es dir?
Ein Junge mit der Hand auf dem Herzen und einer Gedankenblase mit Fragezeichen überlegt, wie es ihm geht
♂Weiß nicht
Ein Junge zuckt mit den Schultern und hat ein Fragezeichen über dem Kopf
♂Mir geht es gut
Ein fröhlicher Junge lacht mit erhobenen Händen
Über diese Bildkarten
Die Frage kommt oft im Vorbeigehen, auf dem Weg zur Tür oder mitten in etwas anderem. Wie geht es dir? Und dann wird eine Antwort erwartet. Doch innen kann es trüb sein: eine Mischung aus Müdigkeit, Gereiztheit und etwas Undefinierbarem ohne Namen. Das in einer Sekunde zu sortieren und das richtige Wort zu finden, schaffen viele Kinder nicht, und so fällt die Antwort oft nur gut aus, ganz gleich, wie es wirklich steht.
Mit Bildkarten bekommt das Gefühl eine sichtbare Form, bevor es zu Worten werden muss. Wenn ein Kind auf ein Bild zeigen kann, das dem inneren Rühren ähnelt, wird der Zustand zu etwas Konkretem als Ausgangspunkt, statt zu einer abstrakten Frage, deren Antwort erraten werden muss.
Ein konkreter Tipp: Beginne mit wenigen, klaren Möglichkeiten, vielleicht froh, traurig, wütend und müde, und erweitere den Wortschatz, sobald das Kind mehr Nuancen erkennt. Zeigen ist ein erster Schritt dahin, es eines Tages mit eigenen Worten zu sagen. Um die Gefühlsbilder im Alltag griffbereit zu haben, kannst du sie in der Routined-App sammeln.